Ein Fremder hat über Nacht deinen Bahnhof gesprengt, Kisten leergeräumt und halbe Bauwerke abgebaut? Ohne Logging müsstest du jetzt mühsam von Hand reparieren – oder eine Sicherung einspielen und dabei Fortschritt verlieren. CoreProtect ist das Standard-Werkzeug, um genau das zu verhindern. Das Plugin protokolliert jede Blockänderung, jeden Container-Zugriff und jeden Kill – und macht Griefing mit einem einzigen Befehl rückgängig. Dieser Artikel zeigt dir Installation, Prüfung (/co inspect), Rollback (/co rollback) und die Reparatur mit /co restore.
CoreProtect schreibt Ereignisse in eine kompakte Datenbank (standardmäßig SQLite, für große Server auch MySQL). Geloggt werden unter anderem:
Wichtig: CoreProtect kann nur zurücksetzen, was es selbst mitgeschrieben hat. Alles, was vor der Installation passiert ist, lässt sich nicht per Rollback wiederherstellen. Installiere es also am besten sofort – nicht erst nach dem ersten Vorfall.
CoreProtect läuft auf Paper (empfohlen) sowie Spigot und Forks wie Purpur. Achte darauf, dass Plugin-Version und Minecraft-Version zusammenpassen (aktuelle Releases decken die neueren 1.20/1.21-Serien ab).
.jar von der offiziellen Quelle: Modrinth, Hangar (PaperMC) oder CurseProtect auf CurseForge – lade sie nur dort, nie von DrittseitenHinweis: CoreProtect ist ein reines Server-Plugin. Deine Mitspieler müssen nichts installieren – nur der Server braucht die Datei.
.jar von Modrinth oder Hangar herunter.plugins/ deines Servers./reload). Beim ersten Start legt CoreProtect seine Konfiguration und die Datenbank an./co oder /co status, ob das Plugin aktiv ist.Auf einem Gamesilo-Server nutzt du den Dateimanager oder SFTP, um die .jar in /plugins hochzuladen, und startest den Server anschließend über das Panel neu. Danach steht CoreProtect sofort bereit.
Tipp: In der
config.ymlkannst du unter anderem festlegen, wie lange Daten aufbewahrt werden (purge). Auf kleinen Free-Servern ist Speicher knapp – 14 bis 30 Tage Aufbewahrung sind ein guter Kompromiss.
Bevor du irgendetwas zurücksetzt, willst du wissen, wer was getan hat. Dafür gibt es den Inspektor-Modus:
/co inspect (kurz /co i) ein. Du bist jetzt im Prüfmodus./co inspect ein.Im Chat erscheint pro Aktion eine Zeile mit Spielername, Aktion (+ platziert, - entfernt) und dem Zeitabstand (z. B. „2h ago"). So findest du schnell den Verursacher und den Tatzeitraum.
Der Rollback macht Änderungen in einem Zeitraum und Radius rückgängig. Der Befehl setzt sich aus Parametern zusammen:
/co rollback u:<Spieler> t:<Zeit> r:<Radius>
u: – der Verursacher, z. B. u:Griefer123t: – wie weit zurück, z. B. t:2h, t:30m, t:1dr: – Radius in Blöcken um deine Position, z. B. r:20 (global mit r:#global, aber Vorsicht)Beispiel: Ein Spieler hat vor rund einer Stunde in deinem Dorf gewütet. Stelle dich in die Mitte und gib ein:
/co rollback u:Griefer123 t:1h r:30
CoreProtect setzt alle Blockänderungen dieses Spielers der letzten Stunde im Umkreis von 30 Blöcken zurück.
Achtung: Fange immer mit einem engen Zeitraum und Radius an. Ein zu großzügiger
t:- oderr:-Wert kann auch legitime Bauten anderer Spieler überschreiben. Prüfe im Zweifel zuerst mit/co lookup(gleiche Parameter, ohne Änderung), was betroffen wäre.
Weitere nützliche Filter kombinierst du frei:
a:block – nur Blockaktionen (ignoriert Container/Chat)a:+block bzw. a:-block – nur Platzieren bzw. nur Abbauenb:tnt oder include:tnt – gezielt bestimmte Blocktypen (z. B. Explosionen)#preview – zeigt eine Vorschau, ohne die Welt sofort zu verändern/co restore ist das Gegenstück zum Rollback: Es stellt die zurückgesetzten Aktionen wieder her. Das ist dein Rettungsanker, wenn du versehentlich zu viel rückgängig gemacht hast:
/co restore u:Griefer123 t:1h r:30
Mit denselben Parametern wie beim fehlerhaften Rollback bringst du den vorherigen Zustand zurück. Restore ist damit kein „Wiederherstellen des Bauwerks", sondern das Umkehren eines Rollbacks.
Griefing ist nicht nur Abbauen. Häufig werden Kisten leergeräumt oder Tiere getötet.
a:-container im Rollback kannst du Entnahmen sogar rückgängig machen./co lookup a:kill u:Griefer123 t:1d r:50 siehst du, welche Mobs oder Spieler getötet wurden. Getötete Tiere lassen sich per Rollback teilweise wieder spawnen.Tipp: Kombiniere
/co lookupmitl:<Zeile>, um durch lange Ergebnislisten zu blättern (z. B./co lookup u:Griefer123 t:1d l:2für Seite 2).
Vergib die CoreProtect-Befehle nur an vertrauenswürdige Moderatoren. Mit LuckPerms setzt du z. B. coreprotect.inspect, coreprotect.lookup und coreprotect.rollback gezielt für eine Moderatoren-Gruppe. Rollback- und Restore-Rechte gehören in möglichst wenige Hände – ein falscher r:#global-Befehl kann sonst großen Schaden anrichten.
/co inspect – Verursacher und Zeitraum ermitteln./co lookup mit engen Parametern – Umfang abschätzen./co rollback u:… t:… r:… – gezielt zurücksetzen./co restore mit denselben Werten.