Dein Minecraft-Server läuft als Java-Edition, aber deine Freunde spielen auf dem Handy, der Konsole oder mit der Windows-10/11-Version (Bedrock)? Standardmäßig können diese beiden Welten nicht miteinander spielen – sie sprechen komplett unterschiedliche Netzwerkprotokolle. Mit Geyser und Floodgate überbrückst du genau diese Lücke: Bedrock-Spieler joinen dann auf deinem Java-Server, als wären sie schon immer dabei gewesen. Dieser Artikel erklärt, wie das technisch funktioniert, welche Einschränkungen du kennen solltest und wie du es bei Gamesilo mit einem Klick aktivierst.
Geyser ist ein Übersetzer (ein sogenannter Proxy), der zwischen Bedrock und Java sitzt. Er nimmt die Datenpakete eines Bedrock-Clients entgegen, übersetzt sie live in das Java-Protokoll und schickt sie an deinen Server – und umgekehrt. Für den Java-Server sieht ein Bedrock-Spieler dadurch aus wie ein ganz normaler Java-Spieler.
Floodgate ist die Ergänzung, die das Einloggen ohne Java-Konto ermöglicht. Ohne Floodgate müsste ein Bedrock-Spieler zusätzlich einen bezahlten Java-Account besitzen. Mit Floodgate reicht sein Microsoft-/Xbox-Konto der Bedrock-Version. Bedrock-Namen bekommen dabei ein Präfix (Standard ist ein Punkt, z. B. .Steve), damit es keine Kollisionen mit gleichnamigen Java-Spielern gibt.
Tipp: Geyser und Floodgate stammen vom GeyserMC-Projekt und sind kostenlos und quelloffen. Die offiziellen Downloads findest du bei GeyserMC selbst sowie auf Modrinth. Meide inoffizielle Kopien.
Geyser kann auf zwei Arten laufen:
Für einen einzelnen Server ist die Plugin-Variante fast immer die richtige Wahl. Geyser lauscht dabei auf einem eigenen UDP-Port (Bedrock nutzt UDP, standardmäßig 19132), während Java weiter auf dem TCP-Port 25565 bleibt.
Bei uns musst du dich um Ports, Config-Dateien und Plugin-Uploads nicht kümmern. In deinem Gamesilo-Dashboard aktivierst du das Feature direkt in den Server-Einstellungen unter dem Punkt Bedrock-Crossplay. Ein Klick genügt – wir installieren und konfigurieren Geyser sowie Floodgate passend zu deiner Server-Software und richten den Bedrock-Port ein.
Danach verbinden sich deine Bedrock-Freunde so:
Achtung: Auf manchen Konsolen (besonders PlayStation und Nintendo Switch) lassen sich Fremdserver nicht ohne Weiteres eintragen. Hier hilft ein DNS-Trick oder eine App wie „BedrockConnect". Das liegt an den Konsolenherstellern, nicht am Server.
Betreibst du deinen Server woanders und willst es manuell machen, ist der Ablauf bei einem Paper-Server so:
.jar-Dateien in den plugins-Ordner legen.auth-type auf floodgate setzen.Tipp: Achte auf zueinander passende Versionen. Geyser und Floodgate solltest du immer gemeinsam aktuell halten, da sie neuen Minecraft-Versionen kurz hinterherlaufen. Für Fabric brauchst du zusätzlich fabricmc.net-Loader und meist die Fabric-API; für Forge/NeoForge die jeweilige Mod-Variante.
Crossplay ist gut, aber nicht perfekt. Diese Punkte solltest du deinen Mitspielern erklären:
Achtung: Wenn Bedrock-Spieler „Verbindung fehlgeschlagen" melden, liegt es fast immer am Port oder an einer noch nicht unterstützten Version. Prüfe zuerst, ob der UDP-Bedrock-Port erreichbar ist. Bei Gamesilo ist das automatisch eingerichtet – dann genügt oft ein Server-Neustart.
Mit Geyser holst du Handy-, Konsolen- und Windows-Spieler ohne separaten Java-Account auf deinen Server, Floodgate übernimmt das Login. Bei Gamesilo ist das ein einziger Klick im Dashboard unter Bedrock-Crossplay – Ports und Konfiguration erledigen wir. Rechne mit kleinen Komfort-Unterschieden gegenüber reinem Java, aber für gemeinsames Spielen über alle Geräte hinweg ist es die beste Lösung.