Wenn du Minecraft-Server auf deinem eigenen PC oder einem Gerät bei dir zu Hause laufen lässt, läuft er zunächst nur in deinem lokalen Netzwerk. Damit Freunde von außerhalb beitreten können, muss der passende Port aus dem Internet erreichbar sein. Genau darum geht es hier: Ports, Portfreigabe im Router, Firewall, deine öffentliche IP und DynDNS – und um die Risiken, die du dabei kennen solltest.
Gut zu wissen: Dieser Artikel ist nur relevant, wenn du selbst zu Hause hostest. Wenn du deinen Server über Gamesilo betreibst, entfällt der gesamte Aufwand – du bekommst eine fertige Server-Adresse, die sofort funktioniert. Kein Router, keine Firewall, keine öffentliche IP. Mehr dazu unten.
Deine öffentliche IP-Adresse ist wie eine Hausnummer, ein Port ist die Wohnungstür dahinter. Jeder Netzwerkdienst lauscht auf einer bestimmten Portnummer. Minecraft (Java Edition) nutzt standardmäßig den Port 25565 über TCP. Bedrock-Server (Handy, Konsole, Windows-10-Edition) nutzen dagegen Port 19132 über UDP.
Der Port steht in der server.properties deines Servers:
server-port=25565
Solange dein Server nur im Heimnetz läuft, erreichen ihn andere Geräte über deine lokale IP (z. B. 192.168.1.42:25565). Von außen ist er ohne weitere Schritte nicht sichtbar.
Bevor du überhaupt an den Router denkst, sollte der Server laufen. Übliche Optionen:
Beliebte Plugins wie EssentialsX (Basisbefehle, Homes, Kits) und LuckPerms (Rechteverwaltung) findest du ebenfalls auf Modrinth bzw. Hangar. Achte darauf, dass Plugin/Mod, Loader und Minecraft-Version zusammenpassen – neuere Versionen wie 1.21.x brauchen aktuelle Builds.
Router vergeben IP-Adressen im Heimnetz oft dynamisch (DHCP). Wechselt die IP deines Server-Geräts, zeigt die Portfreigabe ins Leere. Reserviere darum im Router eine feste (statische) IP für dein Server-Gerät, meist über die MAC-Adresse.
Die Portfreigabe (auch „Port Forwarding" oder „virtueller Server") sagt dem Router: Anfragen aus dem Internet auf einen bestimmten Port an dieses interne Gerät weiterleiten.
http://fritz.box, bei anderen oft 192.168.1.1 oder 192.168.0.1).Tipp: Ändere den externen Port nur, wenn du weißt, was du tust. Legst du z. B. extern
25566fest, müssen deine Freundedeineadresse:25566eingeben – der interne Port bleibt trotzdem 25565.
Auch die Firewall deines Betriebssystems kann eingehende Verbindungen blockieren.
ufw etwa sudo ufw allow 25565/tcp.Deine öffentliche IP siehst du z. B. auf einer Seite wie „wieistmeineip". Freunde könnten damit direkt beitreten. Zwei Probleme:
Gegen wechselnde IPs hilft DynDNS: Ein Dienst verknüpft einen festen Namen (z. B. meinserver.example.net) mit deiner aktuellen IP und aktualisiert diese automatisch. Viele Router (etwa die FRITZ!Box) unterstützen DynDNS-Anbieter direkt in den Einstellungen.
Prüfe die Erreichbarkeit von außerhalb deines Netzes – z. B. über die mobilen Daten deines Handys oder mit einem Online-Portchecker. Ein Test aus dem eigenen WLAN ist oft nicht aussagekräftig, weil viele Router „von innen nach außen und zurück" nicht sauber abbilden (NAT-Hairpinning).
Sobald ein Port offen ist, ist dein Anschluss aus dem Internet erreichbar:
Achtung: Öffne nur die Ports, die du wirklich brauchst, halte Server und Plugins aktuell und aktiviere
white-list=truein derserver.properties, damit nur eingeladene Spieler beitreten. Gib niemals Fernwartungs- oder RCON-Ports offen ins Internet frei.
Der große Vorteil eines Hosters: Der Server läuft in einem Rechenzentrum mit fertiger Netzanbindung. Bei Gamesilo bekommst du direkt eine funktionierende Server-Adresse, die du an deine Freunde weitergibst.
Du kümmerst dich um Welt, Mods und Mitspieler – die Netzwerk-Technik übernimmt der Hoster.